Zum Start in die neue Woche müssen sich Fahrgäste in weiten Teilen des Landes wieder Alternativen zu Bus und Straßenbahn suchen: Zahlreiche Mitarbeitende sind erneut dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und sind in den Warnstreik getreten.
„80 bis 85 Prozent der Verkehre stehen. Im Schweriner und Rostocker Bereich steht auf jeden Fall alles“, sagte ein Verdi-Sprecher am Morgen. Der Ausstand sei von Dienstbeginn bis Dienstende geplant. Von den Aktionen sind den Angaben zufolge neun Verkehrsbetriebe in MV betroffen.
Hintergrund des Ausstandes ist ein seit Wochen dauernder Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaft und den kommunalen Arbeitgebern. Davon sind den Angaben zufolge rund 2.800 Beschäftige des Öffentlichen Personennahverkehrs betroffen. Die nächste Verhandlungsrunde steht am Donnerstag an. „Sollte es keine Einigung geben, dann gehen die Warnstreiks am 13., 14., 17., 18. und 19. März weiter“, so der Verdi-Sprecher.
Die Arbeitgeber und auch der Landeselternrat hatten die Warnstreiks kritisiert. Am 25. Februar war die dritte Tarifrunde ergebnislos vertagt worden. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 430 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten eine Entgeltsteigerung von 8,3 Prozent, mindestens aber 320 Euro, bei einer 36-monatigen Laufzeit.