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Staatsdefizit wächst deutlich: Öffentliche Ausgaben sprengen erstmals 2-Billionen-Marke

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr mehr Schulden angehäuft. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, schlossen die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung mit einem Finanzierungsdefizit von 104,4 Milliarden Euro ab. Damit fiel es um 12,7 Milliarden Euro höher aus als 2023.

Der öffentliche Gesamthaushalt hat im Jahr 2024 rund 7,1 Prozent mehr ausgegeben und 6,8 Prozent mehr eingenommen als im Jahr 2023: Einnahmen von 1977,6 Milliarden Euro standen Ausgaben von 2082,1 Milliarden Euro gegenüber. Die öffentlichen Ausgaben stiegen damit erstmals über die Marke von zwei Billionen Euro.

Seit 2021 hatte der Bund mit Abstand den größten Anteil am Gesamtdefizit. „2024 bestanden aber auch bei den Ländern, den Gemeinden und der Sozialversicherung erhebliche Defizite, die zusammengenommen das Defizit des Bundes noch übertrafen“, erläuterten die Statistiker.

Ausgaben der Gemeinden steigen besonders stark

Die gestiegenen Kosten sind unter anderem auf höhere Sozialausgaben zurückzuführen. Das sei vor allem bei den Kommunen zu beobachten, außerdem beim Bund, erklärte das Statistikamt. Dieser finanziert viele Sozialleistungen über Zuweisungen an die Länder mit. Die Zuweisungen stiegen um 3,3 Milliarden Euro, die Ausgaben an einzelne Menschen um 3,9 Milliarden Euro. Beim Bund war zudem ein starker Anstieg der laufenden Sachausgaben aus militärischen Beschaffungen zu verzeichnen. Diese gingen für den Kernhaushalt zwar zurück, stiegen jedoch beim Sondervermögen Bundeswehr.

Während im Jahr 2024 die Einnahmen beim Bund (+8,1 Prozent auf 569,0 Milliarden Euro) im Vorjahresvergleich stärker wuchsen als die Ausgaben (+1,0 Prozent auf 620,0 Milliarden Euro), war die Entwicklung bei den Ländern und Kommunen umgekehrt. So stiegen die Einnahmen der Länder um 2,8 Prozent auf 544,1 Milliarden Euro, die Ausgaben jedoch um 6,2 Prozent auf 562,4 Milliarden Euro. Noch deutlicher ging die Entwicklung bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden auseinander. Hier erhöhten sich die Einnahmen um 7,6 Prozent auf 376,1 Milliarden Euro, während die Ausgaben um 12,6 Prozent auf 400,9 Milliarden Euro zunahmen.

Vergleichsweise ausgeglichen waren dagegen die Wachstumsraten bei der Sozialversicherung: Die Einnahmen legten um 5,3 Prozent auf 864,1 Milliarden Euro zu, die Ausgaben stiegen um 6,9 Prozent auf 874,6 Milliarden Euro.

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