Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen soll es heute erneut auch in Mecklenburg-Vorpommern zu Arbeitsniederlegungen kommen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg, der Stadtverwaltungen Wismar und Grevesmühlen sowie des DRK-Krankenhauses Grevesmühlen zu ganztägigen Warnstreiks auf. Für den Morgen wurde ein Demonstrationszug durch Grevesmühlen mit anschließender Kundgebung vor der Kreisverwaltung angekündigt. „Zwei Verhandlungsrunden in Potsdam haben bislang kein Ergebnis gebracht. Die Beschäftigten zeigen nun den Arbeitgebern, dass sie die Forderungen durchsetzen werden“, erklärte Gewerkschaftssekretärin Anne Claussen mit Blick auf die für den 22. Oktober geplante Fortsetzung der Tarifgespräche.
Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten zuletzt insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Einer am Freitag verbreiteten Mitteilung zufolge sollen die Einkommen dem Angebot zufolge zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent, zum 1. März 2022 um weitere 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent erhöht werden.