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Leipzig verliert Löws RB-Debüt: Traumtor katapultiert VfB Stuttgart ins Pokalfinale

Raus aus der Krise, ab nach Berlin: Der VfB Stuttgart hat nach zwölf Jahren erstmals wieder das Finale im DFB-Pokal erreicht und Leipzigs neuem Trainer Zsolt Löw die Premiere gründlich verdorben. Die zuletzt arg gebeutelten Schwaben gewannen das Halbfinale gegen die Pokalspezialisten von RB nach hartem Kampf mit 3:1 (1:0) und setzten nach schwierigen Wochen das erhoffte Ausrufezeichen. Bei Leipzig bleibt die Lage trotz zahlreicher Chancen nach dem Rauswurf von Marco Rose brenzlig.

Angelo Stiller brachte den VfB bereits in der 5. Minute mit einem Traumtor vor 60.000 Zuschauern in der ausverkauften MHP-Arena in Führung. Jungstar Nick Woltemade erhöhte auf 2:0 (57.). Benjamin Sesko verkürzte (62.), ehe Jamie Leweling in der 73. Minute die umjubelte Entscheidung gelang. Der dreimalige Pokalsieger trifft nun am 24. Mai im Berliner Olympiastadion auf Pokalschreck und Drittligist Arminia Bielefeld. Der VfB war in der Liga nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg auf Rang elf abgestürzt – weit von den internationalen Ansprüchen entfernt.

Auch RB, das schon in der Champions League kläglich gescheitert war, bangt momentan um die erneute Qualifikation für Europa. Löw soll deshalb im Saisonendspurt für neue Energie sorgen – bei seinem Einstand in Stuttgart misslang dies jedoch trotz einer phasenweise beherzten Leistung. RB, Pokalsieger von 2022 und 2023, verpasste seine fünfte Finalteilnahme in den vergangenen sieben Jahren.

„Kein Platz für Sorgen und Ängste“

Rose-Nachfolger Löw nahm nach dem jüngsten 0:1 in Gladbach drei Änderungen in seiner Startelf vor und setzte zudem auf eine Viererkette. Beim VfB startete Woltemade, den Hoeneß beim 0:1 in Frankfurt noch geschont hatte. Die formschwachen Nationalspieler Chris Führich und Deniz Undav saßen zunächst auf der Bank.

Leipzig startete unter den Augen von Jürgen Klopp, der auf der Tribüne zwischen Mario Gomez und Oliver Mintzlaff mitfieberte, stürmisch. RB hatte die erste Chance durch Loïs Openda schon nach 31 Sekunden. Doch auch der VfB war hellwach: Stiller nahm eine abgewehrte Ecke volley und traf mit dem schwächeren rechten Fuß sehenswert.

Kurz darauf hatte Ermedin Demirovic die große Chance zum 2:0, scheiterte aber an Maarten Vandevoort. In der Szene hätte es jedoch auch Elfmeter für den VfB geben können, nachdem Demirovic beim Abschluss gefoult worden war. Es entwickelte sich eine intensive Pokalpartie, ganz nach dem Geschmack von Hoeneß. Es müsse „richtig krachen“, hatte er gesagt. Trotz Krise sei „kein Platz für Sorgen und Ängste“.

Dies war auch das Motto von RB. Die Gäste blieben mutig. Der VfB geriet immer mehr in Bedrängnis. Doch sowohl der auffällige Openda (15., 17. und 35.) als auch Xavi Simons (31.) scheiterten jeweils am stark reagierenden Alexander Nübel. Zudem verfehlte Ridle Baku (37.) nur um Zentimeter das Ziel. So war die Pausenführung für den VfB äußerst schmeichelhaft.

Nach dem Wechsel wurde die Partie wieder offener. Woltemade scheiterte zunächst an Vandevoort, ehe er kurz darauf nach klugem Zuspiel von Demirovic überlegt einschob. RB schüttelte sich kurz und schlug durch Sesko postwendend zurück. Leipzig drängte nun, Leweling bremste jedoch den Schwung und staubte nach einer Ecke ab. Sesko hatte auf der anderen Seite mit einem Lattentreffer Pech (87.).

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