Die Landeshauptstadt Schwerin sollte aus Sicht des CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Michael Sack, eine Hochschule bekommen.
„Spätestens seitdem bekannt ist, dass es die Fachhochschule des Mittelstandes perspektivisch nach Rostock zieht, deutet sich an, dass die akademische Ausbildung in Schwerin auf Sicht brachliegen wird“, sagte Sack während seiner Wahlkampftour am Dienstag in Schwerin. „Ohne Frage ist das ein Alleinstellungsmerkmal für eine Landeshauptstadt – aber gewiss keines, auf das man stolz sein sollte.“
In Gesprächen mit der Wirtschaft und Förderern von Plänen für eine Hochschule sei deutlich geworden, dass das weitgehende Fehlen von akademischer Ausbildung in Schwerin problematisch sei, stellte Sack fest. „Deswegen muss am Standort Schwerin die Akademisierung in entscheidenden Berufsfeldern vorangetrieben werden.“ Denkbar sei etwa, die zentrale Weiterbildungsstelle für Lehrkräfte in eine solche Hochschule zu integrieren. „Daneben muss sich die nächste Landesregierung aber auch um privatrechtliche Hochschulansiedlungen kümmern.“
Der Herausforderer von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte seine Wahlkampftour am Montag begonnen. Bis zum Wahltag am 26. September will er mehr als 150 Termine absolvieren.